Chancengleichhit an Schulen für alle Schülerinnen und Schüler
Die Bundesschülerkonferenz fordert im Sinne der Chancengleichheit die
erweiterte und gesteigerte Investition in die Infrastruktur und
Ausstattung von Schulen, um so eine Erhöhung der Unterrichts- und
Lebensqualität im Schulalltag herbeizuführen.
Zusätzlich ist eine permanente, verpflichtende und intensivere
Lehrerfort- und weiterbildung und eine zusätzliche Anhebung der
Ausbildungsstandards in den Bereichen Pädagogik und Psychologie
unabdingbar, um die Unterrichtsqualität auf ein, für alle
Schülergruppen, zufriedenstellendes Niveau anzuheben. Durch diese
Maßnahme sollen die Lehrkräfte befähigt werden soziale Konflikte
effizient zu lösen.
Eine erhöhte Kompetenz in Kommunikationsfähigkeiten sowie
Motivationstechniken des Lehrkörpers durch Schulungen, Seminare und die
verstärkte Einbindung dieser in die Studieninhalte der
Lehramtsstudiengänge, um so die Aufmerksamkeit und Begeisterung aller
Schülerinnen und Schüler zu erzielen.
Ferner fordern wir den freien Zugang zu analogen und digitalen Medien
für die Schüler, auch außerhalb der Unterrichtszeit, um so allen
Schülern einen regelmäßigen und vom Elternhaus unabhängigen Zugang zu
Informationen zu ermöglichen.
Das vom Elternhaus unabhängige Lernen sollte aber auch durch
außerunterrichtliche, kostenfreie Bildungsangebote, wie Förderkurse
oder Arbeitsgemeinschaften gefördert werden, um den Schülerinnen und
Schülern den entsprechenden Freiraum zu ermöglichen und störungsfreies
Lernen und Arbeiten zu garantieren.
Außerdem würde die Einführung einer bundeseinheitlichen, generellen
Lehrmittelfreiheit, die Gleichstellung innerhalb der sozialen Schichten
der Gesellschaft fördern, da Schülerinnen und Schüler aus finanziell
schlechter gestellten Familien wesentlich einfacher ihre Materialen
beschaffen könnten. Die Reduzierung der Klassengröße auf ein, dem
Förderbedürfnis, optimierendes Maß, sowie ein verstärktes Engagement in
der frühkindlichen Bildung, zur Erlangung eines einheitlichen
Bildungsstandards zum Zeitpunkt der Einschulung, würde die
Chancengleichheit innerhalb des sozialen Gefüges massiv steigern.
Grundsätzlich sind Exkursionen als ein wünschenswertes
Unterrichtselement anzusehen, das den Schülerinnen und Schülern direkte
Eindrücke aus dem entsprechenden Lernfeld vermitteln kann, die ihnen
sonst verwehrt blieben. Es sollte für jeden Schüler, unabhängig vom
finanziellen Hintergrund, die Möglichkeit geschaffen werden, an allen
Exkursionen teilnehmen zu können, um allen Mitgliedern des Schul- bzw.
Klassenverbands die Chance zu eröffnen, an Bildung außerhalb der Schule
teilzuhaben.
Abschließend wird gefordert, die
Schlüsselqualifikationen im besonderen Maße in den Schulalltag
einfliesen zu lassen, da soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und
personale Kompetenzen wie Medienhandhabung und Präsentationstechniken
zur Zeit immer mehr als Voraussetzung für den weiteren Lebensweg
benötigt werden. Auch Schülern mit einem sozial schwierigen Hintergrund
wird durch die gesteigerte Anwendung und Auseinandersetzung mit den
Schlüsselqualifikationen die Möglichkeit geboten, diese zu erlernen.
Bundesschülerkonferenz
beim Landesschülerrat Niedersachsen
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