Das Wort „Schule“ weckt in jedem andere Assoziationen, zum einem ein Gemäuer, welches aus zahlreichen Räumen und dem ersehnten Schulhof besteht, zum anderen ist die Schule als jene Institution zu verstehen, welche die inhaltliche Grundbildung, sowie Kompetenzen vermitteln soll. Doch darüber hinaus begleitet die Schule die persönliche und charakterliche Bildung der Individuen die sie besuchen. Doch sind diese drei Assoziationen so entfernt voneinander zu betrachten? Schülerinnen und Schüler sind in der Schule ganzheitlich anzusprechen und zwar im Verbund von Kognition, Emotion, Verstand, Gefühl, Kopf und Herz. Schule muss ein Ort des Lebens sein, ein Ort um Leben zu erlernen und keine Parallelwelt. Um diesem gerecht zu werden müssen verschiedene Aspekte betrachten werden.
Gesellschaftlicher Wert
Schule ist mehr als Wissensvermittlung. Die Schüler verbringen den Großteil ihrer Entwicklungsphase in der Schule, wo sie ein soziales Umfeld aufbauen und Kontakte knüpfen. Diese haben Einfluss auf die Entwicklung der Individuen und vermitteln u.a. Etikette. Ebenso wie die inhaltliche Bildung, ist es wichtig, dass Grundwerte unserer Gesellschaft gestärkt werden. Durch Autoritäten und Erfahrungen, werden Umgangsformen, wie „bitte“ und „danke“, sowie elementare Werte wie Toleranz und Moral vermittelt und verinnerlicht. Desweiteren wird jedes einzelne Individuum beim Erwerb von sozialen Kompetenzen, wie selbstständigem Denken und Handeln geprägt. Diese sind vor allem für das weitere Leben über die Schule hinaus, erforderlich und von der Schule zu vermitteln.
Schulalltag
Die Schule muss auf die sie besuchenden Individuen in dem Maße angepasst sein, dass ihnen die Möglichkeit geboten wird, sich in ihrem Umfeld zu bilden und sich selbst zu verwirklichen. Dazu müssen alle am Schulleben Beteiligte am Prozess der Bildung aktiv mitwirken. Die Rahmenbedingungen die für den Schulalttag von Seiten der Politik geschaffen werden, sollten nicht auf Grund etwaigen Profilierungsstrebens geschaffen werden, sondern vielmehr den Bedürfnissen der Zielgruppen angepasst sein. Diese Rahmenbedingungen müssen so ausgerichtet sein, dass die Schulen ihre Eigenständigkeit dahingehend behalten bzw. erweitern können, um individuelle Standortprobleme in Eigenregie lösen zu können. Hier ist das Beispiel der „Pool-Stunden“ anzuführen mit dem die Möglichkeit geschaffen wird, auf frei verfügbare Lehrerstunden zurückgreifen zu können, um Schülern eine bestmögliche individuelle Förderung und somit in Folge dessen, die gewünschte Selbstverwirklichung zu erreichen.
Kein Abschluss ohne Anschluss
Um den Bildungsauftrag zu erfüllen, muss sich die Schule neben den Unterrichtsthematiken und den sozialen Kompetenzen auch mit der Orientierung bzw. den Perspektiven der Schüler befassen. Dies sind insbesondere die Felder der schulischen, beruflichen und universitären Perspektiven. Es muss der Grundsatz gelten: „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Diese Perspektiven müssen dem stand unseres jeweils aktuellen Zeitgeistes und dem realen Berufsangebot entsprechen. Die Agentur für Arbeit soll dazu dem Schüler, welcher mit seinem Abschluss der Schullaufbahn im Begriff ist in die Berufswelt einzutreten, zielorientiert und qualifiziert mit adäquaten Angeboten eine Möglichkeit bieten individuelle Perspektiven zu schaffen. Hierfür ist es vonnöten, dass Schule, Wirtschaft und die Agentur für Arbeit eng zusammenwirken, um ein effektives Netz der Berufsorientierung bilden zu können. Es sollte auch in Erwägung gezogen werden die jugendnahen Medien wie z.B. Internetplattformen zu nutzen, sodass ständige Aktualität gewährleistet werden kann.
Fazit
Schule ist unweigerlich eine wichtige Stufe im Leben eines jeden jungen Menschen. Sie beeinflusst seinen Werdegang maßgeblich. Der erreichte Schulabschluss ist die Voraussetzung für das folgende Leben. Nicht nur die berufliche Qualifikation wird durch grundlegende Kompetenzen gesichert, sondern auch die Bildung des Charakters eines jeden Individuums, welche besonders in der Phase der Pubertät einen großen Schritt macht, wird von der Schule mitgestaltet. Um dies für das einzelne Individuum bestmöglich zu gestalten, sollte die Schule auf die Schüler individuell eingehen. Man lernt lebenslang, doch um dafür ein sicheres Fundament legen zu können, muss die Schule eine adäquate Eintrittskarte in das folgende Leben voller Lernen werden.
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