Unter Extremismus verstehen wir antidemokratische Kräfte, welche von äußerster rechts- oder linkspolitischer Seite den Verfassungsstaat ablehnen.
Wenn auf deutschen Schulhöfen Sätze wie „Danzig, Krakau und Stettin sind deutsche Städte wie Berlin“ fallen, wird ersichtlich wie Propagandamittel der Rechten, wie die Schulhof-CD der NPD, ihre Wirkung entfalten. Über allerlei Werbematerialien für Jugendliche werden Schüler mit politisch extremen Ideologien konfrontiert und beeinflusst. Der traurige Erfolg solcher Aktionen spiegelt sich in Wahlergebnissen und auch im Alltag wider. Schule als Lern- und Lebensraum muss solche Probleme mit allen Beteiligten angehen, um alle an der Schule Beteiligten für das Thema zu sensibilisieren. Der Verbreitung dieser politisch inakzeptablen Denkweise muss etwas entgegengesetzt werden, sodass Schüler sich auf der Suche nach einer politischen Orientierung von extremen Parteien abwenden. Doch wie verhalten sich Schüler gegenüber politisch extremen Verhalten im Bekannten- und Freundeskreis? Wegsehen und Schweigen sind häufig der Fall! Dem entgegen gibt es aber nur wenige Menschen, die ihre eigene Meinung öffentlich vertreten. Als Anlass dazu kann man unter anderem auch den Gruppenzwang anführen. Diese Einstellung bedarf einer Änderung, die nur durch Einbeziehung der schulischen Akteure in die Bekämpfung solcher Phänomene zu erreichen ist.
Ein Weg zur Umsetzung dieser Forderung ist die direkte Auseinandersetzung mit extremen Ideologien im Unterricht. Dies kann fächerverbindend geschehen, zum Beispiel als Grundlage zwischen dem Deutsch- und Biologieunterricht sowie den gesellschaftspolitischen Fächern.
Dabei nimmt die Rolle des Lehrers eine zentrale Position ein, denn dieser muss in der Lage sein, seinen Schülern eine kritische Betrachtungsweise zu vermitteln. Daher erachten wir ständige Lehrerfortbildungen als eine Notwendigkeit. Darüber hinaus muss er aber auch mit schwierigen Situationen umzugehen wissen. Zwei Beispiele die man dazu anführen könnte, sind Äußerungen extremer Texte oder auch das Mobbing ausländischer Mitschüler.
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