„Sprache als Schlüssel zur Integration“
Es herrscht vor allem Klarheit darüber, dass in unserem Land primär Deutsch der Schlüssel zur Integration ist.
Klarheit besteht aber über allem in der Erkenntnis dass Sprache der Schlüssel zur Integration ist.
Ansätze zur erfolgreichen Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund:
1. Frühkindliche Sprachförderung (KiTaS)
2. Sprachförderung in der Ganztagsschule
3. Individuelle Förderung und Evaluation
4. Motivation zur Integration
1. Frühkindliche Sprachförderung
Gerade in der Phase der frühkindlichen Bildung ist das Vermitteln von sprachlichen Kompetenzen besonders wichtig um eine Grundlage für einen erfolgreichen schulischen Werdegang zu schaffen. Die Bundesschülerkonferenz spricht sich daher für die Einführung von Orientierungsplänen aus, die von Pädagogen, Kinderpsychologen, Sozialarbeitern und Erziehern erstellt werden, um in den Kindergärten spielerisch sprachliche Grundkompetenzen zu vermitteln. Diese Forderung ist nur im Zusammenhang mit der Forderung nach einem verpflichtenden letzen Kindergartenjahr sinnvoll, die sich aus dem Positionspapier zur „Vorschulischen Bildung und Grundschule“ ableitet. Unerlässlich ist es, ausreichend kostenlose Kindergartenplätze anzubieten um alle Kinder der betreffenden Altersklassen eine frühkindliche Sprachförderung zu ermöglichen. Gerade in Regionen mit sozialen Brennpunkten ist eine verstärkte Sprachförderung von Nöten. Nur über einen solchen Weg kann gewährleistet werden, dass eine Kommunikation zwischen den Kindern der vielfältigen Bevölkerungsgruppen entstehen kann und damit eine Integration ermöglicht und vereinfacht wird.
2. Sprachförderung in der Ganztagsschule
Die Einführung der Ganztagsschule bietet die Möglichkeit, Sprachförderung in anderer Lernumgebung zu gestalten. Im Rahmen von z. B. Sport-, Kunst- und Musikaktivitäten können Kinder und Jugendliche individuell gefördert werden. Gleichzeitig hilft dieses Angebot kulturelle Grenzen zu überwinden. In Ganztagsschulen können auch klassen- und jahrgangsübergreifende Projekte gestaltet werden, die eine konsequente Durchmischung der Kinder und Jugendlichen bedeuten, sowie eine Integration aller Ethnien ermöglicht. Hausaufgabenbetreuung und Projektarbeiten unter Betreuung von Lehrkräften eröffnet die Chance, Kinder und Jugendliche an ein eigenverantwortliches Lernen heranzuführen und den eigenständigen Kompetenzerwerb zu fördern. Die dadurch vermiedene Überforderung bzw. Unterforderung schafft eine bessere Motivationsgrundlage für Kinder und Jugendliche.
3. Individuelle Sprachförderung und Evaluation
Die Einführung von regelmäßigen Sprachtests zur Evaluierung der individuellen Stärken und Schwächen ist ein sinnvolles Mittel um eine Grundlage für eine angepasste Sprachförderung zu schaffen. Dieser Test darf jedoch keine demotivierende Interpretation der Leistungsbewertung zur Folge haben. Individuelle Sprachförderung bedeutet auch, neue pädagogische Wege zur binnendifferenzierten Förderung von Kindern und Jugendlichen zu beschreiten. Deswegen spielt der Aspekt der Lehrerausbildung auch im Feld der Individuellen Sprachförderung eine wichtige Rolle. Die Bundesschülerkonferenz regt daher an, auch die Frage der Lehrerausbildung im Rahmen der Integrationsproblematik zu behandeln.
4. Motivation zur Integration
Motivation zur Integration ist der Kernpunkt einer erfolgreichen Integration. Es muss ein Bewusstsein bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Eltern für die Notwendigkeit des Erlernens der deutschen Sprache geschaffen werden. Kinder und Jugendliche sollten auch in ihren Familien Deutsch sprechen. Dafür muss die Voraussetzung bestehen, dass die Familienmitglieder Deutsch sprechen können. Dies kann durch eine verbindliche und intensive Sprachförderung für Eltern und Erwachsene ermöglicht werden. Die Angebote müssen so publiziert werden, dass alle Bevölkerungsgruppen auch ohne deutsche Sprachkenntnisse von dem Angebot Gebrauch machen können.
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