28.04.2009
Die
Bundesschülerkonferenz sieht in der neusten Veröffentlichung zum
nachschulischen Werdegang von Abiturienten ein Warnsignal.
Die diesjährige Untersuchung zur Studierneigung der Schüler kurz vor dem Schulabschluss des HIS mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), bestätigt das Gremium in seinen Ansichten.
So geben 34% der Mädchen und 26% der Jungen an, dass finanzielle Probleme die Entscheidungsfindung erschweren.
Das Ergebnis sei schockierend findet der Vorsitzende der Bundesschülerkonferenz Benjamin Hilbert. „Ob nun Ausbildung oder Studium, es sollte jungen Menschen möglich sein, Entscheidungen für ihr weiteres Leben nach Interesse und Begabung zu treffen und nicht anhand der Betrachtung des Geldbeutels.“
Des Weiteren ist die Vorbereitung der Schüler auf die Zeit nach dem Abschluss mangelhaft und wird von den Schülern kritisiert. Es wird mehr Initiative von Seiten der Länder in diesem Bereich gefordert, so dass Bildungseinrichtungen tatsächlich auf das Leben nach der Schule vorbereiten und nicht ausschließlich fachliche Kompetenzen vermitteln. Laut Studie fühlt sich nur „gut ein Viertel der Befragten umfassend informiert, welche Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten für sie infrage kommen“.
So
verwundert es das Gremium auch nicht, dass 27% der Schüler ganz auf ein Studium
verzichten möchten. Neben der fehlenden Orientierung, ist auch das schon
vorhandene Interesse an einem Beruf, ein Grund kein Studium aufzunehmen. „Viele
Schüler machen das Abitur nur aufgrund der besseren Aussichten auf einen
Arbeitsplatz und nicht, weil sie es für ihren Berufswunsch benötigen“ so
Hilbert abschleßendend.
Cathleen Haak
Presseprecherin
Bundesschülerkonferenz
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